Platz fürs Leben: der Tellipark

Oase und Begegnungsraum: Der Tellipark ist eine grüne Oase, die sich rund um die Gebäude ausbreitet und einen spannenden Kontrast zu den markanten Gebäuden bildet. Die schönen Bäume spenden an sonnigen Tagen Schatten und laden zum gemütlichen Verweilen ein; die grosszügigen Wiesenflächen sind die perfekte Bühne für gemeinschaftliche Spiele und die Wege, die sich durch die Anlage winden, sind Begegnungsorte, wo man auf dem Heimweg noch schnell mit den Nachbarn ein paar Worte wechselt. Wegweisendes Gartendenkmal: Der Tellipark ist ein Gartendenkmal und spielte eine Vorreiterrolle, als er in den 1970er Jahren vom prägenden Schweizer Landschaftsarchitekten Albert Zulauf entworfen wurde. Die weite Parklandschaft mit sanft hügeligen Grünflächen stand für ein neues Wohnkonzept: Weg von den Ein- oder Mehrfamilienhäusern mit Garten hin zu Grossbauten, die über grosszügige, zusammenhängende Grünräume miteinander verbunden sind. Aufwertung und Belebung: Im Rahmen der Sanierung werden auch Teile des Parks neu gestaltet. «Es geht nicht darum, ihn neu zu erfinden, sondern seinen Charakter zu stärken», sagt Rita Illien, die mit ihrem Büro Müller Illien Landschaftsarchitekten für die Neugestaltung verantwortlich ist. Die Spiel- und Begegnungsplätze werden ins Heute transportiert – zum Beispiel mit einem naturnahen Spielplatz für Kleinkinder oder Sitzplätzen beim Sengelbach an der Aare-Aue. Mit zeitgemässen Angeboten soll zudem die Gemeinschaft zu neuem Leben erweckt werden.  Inputs aus dem Quartier: Der Entwurf der Landschaftsarchitektin zur Neugestaltung nimmt bereits verschiedene Ideen und Wünsche der Mieterschaft auf. In den nächsten drei Jahren wird er zusammen mit dem GZ Telli und interessierten Quartierbewohnern konkretisiert und umgesetzt.

Institutionen

Gemeinschaftszentrum Telli

Seit 1974 ist das GZ Telli die «gute Seele» des Quartiers. Hier knüpfen die Menschen aus dem Quartier Kontakte, vernetzen sich mit Nachbarn aus anderen Quartieren, bringen ihre Anliegen an, holen sich Hilfe in Alltagsfragen oder engagieren sich als Freiwillige. Und hier kann man auch wunderbar «in den Ausgang»: Das attraktive Programm mit zahlreichen Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Bildung und Freizeit sorgt für frischen Wind im Kopf und Abwechslung im Alltag. Vor acht Jahren wurde das GZ totalsaniert. Seither werden die Räume noch besser genutzt. Kein Wunder bei einem Mietangebot wie etwa dem gemütlichen Cheminéeraum, der Disco Metropole oder der Kegelbahn. 

Quartierverein Telli

Ein Gemeinschaftsgarten in der Telli? Eine bessere Anbindung des Quartiers an den ÖV? Ein Repair-Café mit Senioren und Junioren? Der Quartierverein Telli setzt sich für die Lebensqualität im Quartier ein. Hier finden Menschen ein Ohr für ihr Anliegen, Hilfe bei der Umsetzung ihrer Idee und Gleichgesinnte für unterschiedliche Vorhaben wie etwa die Planung eines Gemeinschaftsgartens oder die Einreichung einer Petition für mehr Blumen auf der Wiese. Der QV nimmt die Wünsche und Anträge der Bewohnerschaft auf und vertritt deren Interesse gegenüber den Verwaltungen, Eigentümerinnen und der Stadtverwaltung. 

Quartierzeitung «Tellipost»

Das Neuste aus dem Quartier erfahren? Sich über anstehende Veranstaltungen informieren oder einfach eine gute Geschichte über Menschen und Orte aus dem Quartier lesen? Die Tellipost macht es möglich: Seit 1974 publizieren das Gemeinschaftszentrum Telli und der Quartierverein Telli zehn Mal pro Jahr die sympathische und informative Quartierzeitung «Tellipost». Die 2800 Exemplare jeder Ausgabe werden in alle Briefkästen des Quartiers verteilt – damit die Tellianerinnen und Tellianer stets auf dem neuesten Stand sind. 

Quartierangebot

«In der Telli findet man alles - einen Park, Restaurants, Geschäfte. Das Beste aber ist die Tatsache, dass wir das Einkaufswägeli vom Einkaufszentrum bis in die Wohnung vor unseren Kühlschrank schieben können.» Telli-Mieterin

Einkaufen

Wer in der Telli wohnt, muss zum Einkaufen nicht weit. Im quartiereigenen Einkaufszentrum findet man ein breites Angebot an Geschäften. Eine Apotheke und eine Drogerie, zwei Grossverteiler, eine Bäckerei und die Post decken die Grundbedürfnisse des Alltags ab, ein Coiffeur, ein Schmuckgeschäft oder ein Reisebüro sorgen dafür, dass auch die schönen Seiten des Lebens nicht zu kurz kommen.

Restaurants

Pasta, Pizza oder ein knackiger Salat? In den Restaurants der Telli isst man sympathisch unkompliziert. Im Telli-Egge zum Beispiel gibt es jeweils mittags und abends zusätzlich zur Karte mit gutbürgerlichen Schweizer und asiatischen Spezialitäten (die Betreiber kommen aus Sri Lanka) ein Menü oder den beliebten Wochenhit. Besonders beliebt sind die asiatischen Büffets – oder der Jassabend. In der Pizzeria Telli werden – nomen est omen – Pizza, aber auch Pasta oder Gyros serviert. Schön ist, dass man hier die Wahl hat: Entweder geniesst man das Essen vor Ort oder nimmt es mit nach Hause (alle Gerichte sind zum Mitnehmen erhältlich). So oder so: Wer spontan keine Lust aufs Kochen hat, findet in der Telli ein attraktives Alternativangebot.

Kita, Kindergarten und Schulen

Die Telli ist ein ideales Zuhause für Familien – auch wegen des guten Betreuungs- und Schulangebots in unmittelbarer Nähe. Die Kita Telli steht gleich neben dem Hochhaus. In den sympathischen Räumen und dem grossen Garten können bis 24 Kinder ab der 15. Lebenswoche aufgenommen werden. Der Kindergarten Telli befindet sich im Park und ist in einem wunderschönen Pavillon der Aarauer Architekten Pffifner.Fischer untergebracht. Auch die Primarschule befindet sich in unmittelbarer Nähe. Im modernen Gebäude am Girixweg gehen insgesamt 200 Schüler aus dem Quartier zur Schule. Zudem steht den Kindern neben dem Angebot des Gemeinschaftszentrums und des Quartiervereins das Clubhaus Telli zur Verfügung. Ein Ort, wo sich die Kinder kreativ ausleben und austauschen können. 

Geschichte

8 Meilensteine in der Entstehungsgeschichte der Telli

01_Hans Marti, Zonenplanskizze vom 7.Juni 1956, Archiv Netzwerk Stadt und Landschaft der ETH Zürich 02_Westfassade Attika Block C, Meili, Peter & Partner Architekten, Januar 2016 03_Bildarchiv der Immobilienverwaltung Wincasa AG 04_Modell Richtprojekt, Marti + Kast Architekten, aus dem Bildarchiv der Immobilienverwaltung Wincasa AG 05_Modell Richtprojekt, Marti + Kast Architekten, aus dem Bildarchiv der Immobilienverwaltung Wincasa AG 06_Westfassade Block C, Meili, Peter & Partner Architekten, Januar 2016
1 Vom Weidland zur Wohnsiedlung: Bis ins 19. Jahrhundert wird das Telli-Areal hauptsächlich als Weideland genutzt. Im Zuge der Industrialiserung entstehen in der Umgebung mechanische Spinnereien und die ersten grösseren Wohnsiedlungen für die Arbeiterschaft. 2 Landreserve für die Telli: Ende der 1960er-Jahre steigt die Bevölkerung in Aarau stetig an. Die neuen BewohnerInnen brauchen ein Dach über dem Kopf, der Boden in der Gartenstadt ist knapp. Der damalige Stadtrat beschliesst, seine letzte grosse Landreserve freizugeben und ermöglicht damit die Realisierung der Telli. 3 Qualität dank Architekturwettbewerb: Im Bestreben, auf dem Areal eine innovative Siedlung mit hoher Lebensqualität zu bauen, wird ein Wettbewerb ausgeschrieben – die Gewinner sind die Städtebauer und Architekten Hans Marti und Hans Kast. 4 Etappenweise gebaut: Die Telli wird in vier Etappen zwischen 1971 und 1991 realisiert. Konsequenz schafft Identität: Trotz dieser langen Bauphase bleibt man den Plänen des Architekten und Städtebauers Hans Marti treu. Dieser Konsequenz ist es zu verdanken, dass die Telli Aarau in zahlreichen Architekturführern genannt wird und bis heute als modellhafte Umsetzung der spätmodernen Postulate im Städtebau gilt. 6 Städtebau als menschliche Aufgabe: Vor allem Hans Marti gilt als Vordenker im Städtebau und versteht den Städtebau als menschliche Aufgabe. Er plant in der Telli nicht einfach «Wohnungen», sondern baut Räume für unterschiedliche Lebensformen und Generationen. Dazu gehören für ihn auch gut gestaltete Freiräume und Quartierdienstleistungen wie etwa ein Kindergarten oder Einkaufsmöglichkeiten. 7 Ein Park als Begegnungsort: Diese Philosophie teilt auch der Landschaftsarchitekt Albert Zulauf. In Zusammenarbeit mit Hans Marti und Hans Kast entwirft er den Tellipark, den er von Anfang an als Tummelplatz und Freiraum für Menschen in allen Lebensphasen versteht. 8 Neue Ideen und Methoden bei der Realisierung: Auch beim Bauprozess zeigt man sich innovativ: Die Telli entsteht mit vorgefertigten Modulen, die einen enorm schnellen Baufortschritt ermöglichen – was in den prosperienden 1970er- und 1980er-Jahren ein klarer Wettbewerbsvorteil ist. 

Lageplan

1 Dojo 2 Kleintierzoo / künftiger Begegnungsort «Telli mitenand» 3 Tennisplatz 4 Treff Lokal & Kinderhort 5 Kindergarten 6 Fussballplatz 7 Erlebnisspielplatz 8 Sportplatz Grillplatz 10 Primarschule Telli 11 Spielplatz
12 Spielplatz/Tischtennis 13 Planschbecken 14 Spielwiese 15 Minigolf 16 Arena 17 Sengelbach 18 Gemeinschaftszentrum & Restaurant Telli-Egge 19 Polizeiposten 20 Tankstelle 21 Einkaufszentrum 22 Bushaltestelle 

Haus A, Rüttmattstrasse
Häuser B & C, Delfterstrasse 
Haus D, Neuenburgerstrasse